Schon bei der Hinfahrt machte ich mir Gedanken über eine Absage des Spieltages und einen Ersatztermin, da es regnete und der Himmel mancherorts doch schon bedrohlich schwarz war. Auf Anfrage vor Ort an die verantwortlichen Mannschaftskapitäne wurde mir jedoch entgegnet, dass alle schon mal da seien und dann wird natürlich auch gespielt.
Der Regen und die Kälte schien nach dieser Aussage natürlich niemanden zu stören; im Gegenteil gingen alle Mannschaften mit großem Engagement zu Werke. Aber die Witterung machte es den Mannschaften schwer. Selbst die beiden schön umrandeten Hauptspielfelder ließen nur wenige Fehler zu. Anspruchsvoller war das gesamte Terrain Libre, sprich die Spazierwege, die sich am Platz befanden. Teilweise sehr tiefe Stellen, eingegrabene Steine, seitliche abhängende Spielwege, mit Wasser getränkte Löcher machten es den Spielern wirklich schwer. Dennoch tat dies der Spielfreude aller Mannschaften keinen Abbruch und gab es viele knappe Entscheidungen pro Aufnahme und Spiel.
Das Durchhalten aller Teilnehmer wurde am Nachmittag damit belohnt, dass die Sonne sich dann doch noch blicken ließ und alle wieder wärmte und einen Blick über den Ammersee Richtung Süden zu den Alpen zuließ.
Allerletzte und für diesen Spieltag entscheidende Partie war die Triplette zwischen PCoop Sauerlach 2 und BO Landsberg 2. Es stand nach der Doublette und dem Téte-â-téte 1:1, sodaß der Sieger dieser Partie die gesamte Begegnung entscheiden und vielleicht für eine kleine Vorentscheidung oder aber für Spannung am 2. Spieltag sorgen würde. Sauerlach hatte zu diesem Zeitpunkt 3:0 und Landsberg 2 2:1 Begegnungen gewonnen. Dieses Spiel war gezeichnet von etlichen engen Szenen, was hinsichtlich des schwer bespielbaren Platzes sehr bewundernswert ist. Letztendlich setzte sich aber die Triplette aus Sauerlach durch, wobei das Ergebnis von 13:8 dem gesamten Spielverlauf nicht ganz gerecht wird, es hätte auch knapper ausfallen können.
Somit darf Sauerlach 2 am 2. Spieltag mit 4:0 starten gefolgt von Landsberg 2, Eching und Landsberg 3 mit jeweils 2:2. Letzter ist der letztjährige Absteiger aus der Bezirksliga, BC Germering 2, der zwar immer gut gespielt hat, dem an diesem Tag jedoch immer das nötige Quentchen (und das muss man wirklich so sagen) Glück gefehlt hat. Ich hoffe, dass Germering 2 am letzten Spieltag das Glück des Tüchtigen wieder zurückerhält; verdient hätte sie es auf alle Fälle nach so einem verregneten Anfang.
Auf alle Fälle ist dieser Platz aufgrund seines Umfelds sehr zu empfehlen; der örtliche Boule-Club bastelt zur Zeit an der Idee, seinen Platz zur vergrößern. Angesichts dieses Strandambientes mit Blick auf die Alpen wäre dies vor allem für heiße Turniertage zu empfehlen. Zwischen den Pausen bietet das Strandcafe mit Eis oder der Ammersee eine vielversprechende Abkühlung.